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Wie Maschinen eigentlich funktionieren


Kindergartenkinder lernen begeistert beim Göppinger Technikforum. Erster Bürgermeister Johannes Heberle war ebenfalls mit dabei.

Die Idee des Besuches entstand am Rande des Neujahrsempfang im Januar 2025 in der Göppinger Stadthalle. Joachim-Walter Drews versprach Frau Bora, Leiterin des Kindergarten Holzheim, die Erzieherinnen und Vorschulkinder des Holzheimer Kindergartens zusammen mit dem neuen Ersten Bürgermeister (EBM), Johannes Heberle, zur Kinderwerkstatt in die Maschinensammlung an der Hermannstraße einzuladen. Ziel war das gemeinsame Kennenlernen.

So wurden Maschinen früher angetrieben -Transmission

Das Versprechen wurde eingehalten

Jetzt hat es zwar ein paar Monate gedauert, aber das Versprechen wurde eingehalten. Der 10. Dezember 2025 passte schließlich auch in den Terminkalender des EBM. So unternahmen die Vorschulkinder des Kindergartens GP-Holzheim an diesem Tag einen spannenden und lehrreichen Ausflug in die Maschinensammlung des Göppinger Technikforums.

Begleitet wurden die Kinder von ihren Erzieherinnen. Ziel des Besuchs war es, den Kindern auf spielerische und anschauliche Weise Technik und historische Maschinen näherzubringen.Ein besonderer Gast war der Erste Bürgermeister der Stadt Göppingen, Johannes Heberle. Er wollte sich über die aktuelle Maschinensammlung und deren Weiterentwicklung informieren und dabei auch die Erzieherinnen und die Kinder des Kindergartens kennenlernen.

Vorstellung des Vereins

Heberle erhielt zugleich viele Informationen über den 1982 gegründeten gemeinnützigen Verein und zur Geschichte der Maschinensammlung. Die Maschinen standen bis zum Jahr 2006 in der alten Stiefenhofer-Werkstatt in München, bevor sie ins Boehringer-Areal nach Göppingen kamen. Zur Sprache kam auch das im Jahr 2019 zusammen mit der Stadt entwickelte Konzept eines öffentlich zugänglichen Schaudepots. Vorhandene Pläne des Architekturbüro Gaus visualisierten den möglichen Umbau zur Weiterentwicklung der Maschinensammlung. Der Clou dieser Pläne ist ein Veranstaltungsbereich mit einem besonderen und einzigartigen Ambiente. Drews und Heberle waren sich einig, dass die aktuelle Finanzlage der Stadt einen solchen Umbau momentan nicht zulässt. Doch Heberle war vom Konzept des Göppinger Technikforums vollauf begeistert: „Hier wird die Geschichte von Göppingen erhalten, den Menschen gezeigt, was bisher geleistet wurde, und die jungen Menschen werden möglicherweise für ihre berufliche Zukunft begeistert.“ Das Motto „Zukunft braucht Herkunft“ wird an diesem Ort spürbar und greifbar.

Von der Dosenverschließmaschine ……

Der langjährige Ausbildungsleiter der WMF und Vorstandsmitglied des Vereins, Karl Grözinger, brachte zeitgleich den Kindern verschiedene Maschinen näher, indem er deren Funktion erklärte und sie auch selbst daran arbeiten ließ. In der ersten Station lernten sie, wie Blechdosen mit einer „Dosenschließmaschine“ verschlossen werden können. Die Nachfrage nach diesen Maschinen nach Kriegsende war sehr groß, sodass sie damals von Boehringer, Schuler und anderen produziert wurden. Die von den Kindern verschlossenen Dosen bekamen einen Schlitz, wodurch sie zu ihren eigenen Spardosen mit einer selbst erstellten Banderole wurden.

…. weiter zur Goldwalze

Eine besondere Attraktion für die Kinder war die „Goldwalzmaschine“, mit der ursprünglich aus Goldstücken Blattgold produziert wurde. Zur Anschauung durften die Kinder Geldstücke unter Anleitung des Vereinsmitgliedes Thomas Stocker ganz dünn auswalzen. So zeigte sich die fünfjährige Nisa stolz auf ihren selbst gewalzten Umhängeschmuck aus einer Ein-Cent-Münze.

Auch die beiden Märklin-Auszubildenden Eugeniu Varvarue und Alperen Nehir sahen einen pädagogischen Nutzen in ihrer Unterstützung des Vereins: „Wir finden es gut, den Kindern zu zeigen, wie es früher war und sie mit Spaß an Technik heranzuführen.“ Der fünfjährige Altin, der einen „Unimog“ auf einer Vorlage anmalte, meinte: „Mir gefällt es sehr gut hier.“

Mit eigener Muskelkraft platt walzen - die Goldwalze

Fazit

Der Ausflug zum Göppinger Technikforum bot den Kindern des Kindergarten Holzheim eine ausgezeichnete Möglichkeit, Technik spielerisch zu entdecken. Der Besuch förderte nicht nur das technische Verständnis, sondern schulte auch spielerisch die Feinmotorik und das logische Denken der Kinder. Das Göppinger Technikforum erwies sich erneut als wichtiger Lernort, der Technikgeschichte greifbar macht und zugleich frühzeitig das Interesse an technischen Berufen weckt. Technikbegeisterung zu vermitteln, ist das Hauptziel des Vereins.

Die Erzieherin Bilici-Alici zeigte sich mit der Exkursion ihres Kindergartens sehr zufrieden: „Wir finden es super, wie unsere Kinder von den neuen Eindrücken begeistert sind und viel dabei lernen können.“ Der Kindergarten Holzheim bedanket sich herzlich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Göppinger Technikforums für die engagierte und kindgerechte Anleitung in der Kinderwerkstatt.

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